Eine SEPA-Datei prüfen, bevor sie zur Bank geht
Eine von der Bank abgewiesene Datei bedeutet einen Tag Verzug, einen zu spät bezahlten Lieferanten und einen halben Tag Suche nach der fehlerhaften Zeile in einem XML mit tausenden Zeilen. Die Prüfung beantwortet genau eine Frage: geht diese Datei durch?
Was geprüft wird
Die Datei wird an den Regeln gemessen, die tatsächlich zu Rückweisungen führen — nicht nur an der XML-Grammatik.
- Schema-Struktur — Konformität zur angegebenen ISO-20022-Nachricht, unbekannte oder falsch verschachtelte Felder.
- Pflichtfelder — Vorhandensein und Reihenfolge der von Nachricht und Rulebook geforderten Elemente.
- Bankverbindungen — IBAN-Format und Prüfziffer, Stimmigkeit von IBAN, BIC und Land.
- Zeichensatz — Zeichen außerhalb des akzeptierten Bankzeichensatzes, Umlaute und Sonderzeichen, die eine Einreichung scheitern lassen.
- Längen und Formate — abgeschnittene Felder, Ausführungsdaten, Währungen, Betragsformate.
- Summen und Zähler — angegebene Postenzahl und Kontrollsumme gegen den tatsächlichen Inhalt.
- Adressen — Erkennung unstrukturierter Adressen im Übergang zum ISO-20022-Format.
Was Sie erhalten
Einen lesbaren Bericht statt einer Liste von Parser-Fehlern. Jede Abweichung nennt das betroffene Feld und seine Position in der Datei, mit der nötigen Korrektur und der Herkunft der Regel.
- Die Liste der Abweichungen, von blockierend bis Hinweis.
- Feld und Zeile genau, zur Korrektur im Quellsystem.
- Die zugrunde liegende Regel: Rulebook, Schema oder Bankpraxis.
- Die Zusammenfassung der Einreichung: Postenzahl, Summe, Daten, Auftraggeber.
Worauf sich die Prüfungen stützen
Die Regeln sind nicht aus Beispielen abgeleitet: sie stammen aus den Referenztexten und werden mit ihnen aktualisiert.
- Die geltenden EPC-Rulebooks für SEPA-Überweisung und -Lastschrift.
- Die CFONB-Leitfäden, insbesondere für Adressen und Zeichensatz.
- Die ISO-20022-Schemata für pain.001, pain.008, pain.002 und pacs.002.
- Die bekannten Abweichungen zwischen Norm und tatsächlicher Bankpraxis.
Häufige Fragen
Wird meine Datei an einen Server gesendet?
Nein. Die Analyse läuft in Ihrem Browser: die Datei wird weder übertragen noch gespeichert. Genau das erlaubt den Einsatz an echten Einreichungen ohne IT-Sicherheitsfreigabe.
Welche Dateitypen werden akzeptiert?
SEPA-Überweisungen und -Lastschriften (SCT, SCT Inst, SDD Core und B2B) sowie Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums und internationale Überweisungen (XCT, ICT), in den Nachrichten pain.001 und pain.008. Statusmeldungen pain.002 und pacs.002 liest das Diagnosemodul.
Kostet die Prüfung etwas?
Nein, die Dateiprüfung ist kostenlos und unbegrenzt, ebenso der Vergleich zweier Dateien und die Einsicht in die Referenzdaten.
Ersetzt das einen Test mit meiner Bank?
Nein. Die Prüfung beseitigt Formfehler, die den Großteil der Rückweisungen ausmachen, aber jede Bank behält ihre eigenen Kontrollen. Das Werkzeug weist zudem auf Stellen hin, an denen die Bankpraxis von der Norm abweicht.